Jugger
Juggern ist ein taktisch anspruchsvoller, dynamischer Teamsport, der Eigenschaften von Mannschafssportarten (wie z.B. Rugby oder Football) mit Elementen verschiedener Individualsportarten (z.B. Fechten, Stockkampf) miteinander verbindet.
Ziel des Spiels ist es den Ball, den Jugg, zu erobern und in das gegnerische Tor, das Mal, zu bringen. Dies dürfen aber nur die jeweiligen Läufer eines jeden Teams. Alle anderen Spieler besitzen Pompfen (gepolsterte Spielgeräte), um ihren Läufer zu verteidigen und das Spiel taktisch zu beeinflussen, indem sie gegnerische Spieler durch gezielte und kontrollierte Treffer für eine kurze Zeit aus dem Spiel nehmen können.
Das Juggern spricht dabei sowohl kognitive, als auch emotionale und soziale Lernziele gleichermaßen an und fördert neben körperlicher Fitness auch Geschicklichkeit und Koordination.
Durch das Juggern wird v.a. Teamgeist und Kooperation spielerisch gefördert, denn nur durch effektive Zusammenarbeit, klare Rollenverteilung und gemeinsame Strategieentwicklung kann am Ende das eigene Team erfolgreich sein.
Juggern legt zudem großen Wert auf Fairplay und gegenseitige Rücksichtnahme und kann ebenfalls hervorragend zur Gewaltprävention eingesetzt werden, da es den Kindern einen geregelten Umgang mit physischer Konfrontation bietet.
Außerdem kann das Juggern, gemäß der Inklusionspädagogik, von Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher sportlicher Leistungsfähigkeit, sowie unabhängig von Geschlecht oder sozialer Herkunft gemeinsam gespielt werden.
Faires Raufen
Beim fairen Raufen handelt es sich um ein pädagogisches Konzept, das Kindern und Jugendlichen einen sicheren und geregelten Rahmen bietet, um ihrem natürlichen Drang nach körperlicher Auseinandersetzung und dem Messen von Kräften nachzugehen.
Auch hierbei handelt es sich um einen spielerischen Ansatz, der u.a. zur Gewaltprävention eingesetzt wird.
Den Fokus legen wir dabei im Besonderen auf folgende pädagogische Ziele:
– Vermittlung von Regeln und Respekt
– Empathie und Rücksichtnahme
– Erlernen einer geeigneten Impulskontrolle sowie Konfliktfähigkeit im Alltag
– Förderung des Selbstwertgefühls
Im Rahmen dieser AG sollen die Kinder wichtige Erfahrungen in Bezug auf ihre Kraft, Beweglichkeit, sowie Geschicklichkeit sammeln und dabei in einem sicheren Rahmen lernen, Meinungsverschiedenheiten im Alltag friedlich und gewaltfrei zu lösen.
Zudem sollen die Kinder erfahren, dass emotionales und affektives Handeln meist nicht den gewünschten Erfolg herbeiführt. Auch das klare Signalisieren bzw. Kommunizieren der eigenen Grenzen wird von den Kindern kontinuierlich geübt und auch gemeinsam reflektiert.
In unserer AG sollen die Kinder außerdem auch lernen, die körperlichen Grenzen des anderen wahrzunehmen und zu respektieren. Der Übungspartner ist dabei niemals ein Gegner, sondern immer ein Mitspieler, dem folglich mit geeigneter Wertschätzung begegnet werden muss.
